Geschichte

Das Netzwerk „Frauen mit BISSness“ geht auf eine Initiative des Frauenreferats der Stadt Villach zurück und war eine Maßnahme zur Förderung von erwerbstätigen Frauen.  Im Gegensatz zu Männern, die immer schon Seilschaften und Netzwerke pflegten und diese Instrumentarien für ihr berufliches und persönliches Fortkommen nutzten, haben Frauen in dieser Hinsicht massiven Nachholbedarf. Das liegt einerseits an den spezifischen Lebensumständen von Frauen, die neben Beruf meist noch die Familien- und Hausarbeit zu bewältigen haben und daher die zeitlichen Ressourcen für zusätzliche Aktivitäten kaum erübrigen, andererseits auch daran, dass Frauen aufgrund ihrer Sozialisation nicht gelernt haben, sich zu verbünden und einen anderen Umgang mit Konkurrenz haben.  Daher ist es auch für Frauen notwendig, Netzwerke zu knüpfen, sich gegenseitig zu unterstützen und zu fördern, Erfahrungen auszutauschen und voneinander zu lernen, wenn sie einen gleichberechtigten Platz in der Gesellschaft einnehmen wollen  Im Jänner 1999 fand das erste Treffen statt, an dem 22 interessierte Frauen teilnahmen. Diesem ersten Abend folgte eine nicht ganz einfache und Geduld erfordernde Aufbauarbeit, die dank einer von Anbeginn vorhandenen Kerngruppe unter der Leitung der Frauenbeauftragten Sigrun Taupe letztendlich Früchte trug. Die Schwierigkeiten lagen einerseits darin, Frauen vom Sinn eines gelebten Netzwerkes zu überzeugen,  ihnen die Angst vor parteipolitischer  Vereinnahmung zu nehmen und Termine als etwas Verbindliches zu definieren wie einen anderen beruflichen Termin auch. Natürlich war die Erwartungshaltung der einzelnen Frauen durchaus unterschiedlich und so gab es anfangs auch eine größere Fluktuation.
 
Um dem Netzwerk Struktur zu geben,  wurden die ersten gemeinsamen Ziele, Instrumentarien und Leitlinien entwickelt, die im Laufe der Jahre  in gemeinsamen Workshops immer wieder überarbeitet und den Entwicklungen des Netzwerkes  angepasst wurden. Im  September 2000 gab sich das Netzwerk den Namen „Frauen mit BISSness“ – eine Wortspielerei angelehnt an das englische Wort Business. 
Nach fünf Jahren intensiver Arbeit war das Netzwerk so gefestigt, dass sich die Mitglieder entschlossen, einen eigenen unabhängigen Verein zu gründen. 
Im Jänner 2004 wurden die Richtlinien erarbeitet, im März fand die offizielle Vereingründung statt.
Bei den monatlichen Treffen der „Frauen mit BISSness“ referiert jeweils ein Mitglied aus seinem Fachgebiet, was bei der Vielfalt der vertretenen Berufsgruppen und der hohen Kompetenz der Frauen ein sehr abwechslungsreiches und informatives Jahresprogramm ergibt. Außerdem erleichtern die persönlichen Präsentationen ein besseres Kennenlernen. Zwischendurch werden auch ReferentInnen von außen eingeladen. Der jährliche Ausflug im Herbst trägt stets  unseren  kulturellen und kulinarischen Interessen  Rechnung  und ist ein wichtiger Beitrag zur Festigung des Vereinslebens. 
Heute zählt der Verein knapp 40 Mitglieder und kann mit Stolz auf gelebte Netzwerkarbeit sowie auf eine ganze Reihe von Aktivitäten zurückblicken. 
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